Der Stiftungsbeirat

Der Stiftungsbeirat unterstützt das demokratische Prinzip des Bücherschrank-Systems und lobt jährlich einen Preis für die beste Kulturidee aus!

Mitglieder des Stiftungsbeirats

Hans-Jürgen Greve

Stiftungsvorstand

Hans-Jürgen Greve hat an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen Architektur und Stadtplanung studiert. Neben seiner Arbeit als Architekt entwickelte er 2009 das erste Modell eines wetterfesten, vandalismussicheren Bücherschranks für den öffentlichen Raum. Das von ihm designte Stadtmöbel der Marke BOKX wird von der Firma urbanlife e.G. produziert und findet sich heute an über 1300 Standorten in Deutschland. Als Gründer der Stiftung Neuer Raum ist es ihm ein Anliegen, lebendige Kultur auf Straßen und Plätze zu bringen.

Elke Tonscheidt

Koordination Stiftungsbeirat

Elke Tonscheidt beschäftigt sich – auch als Bücherpatin – schon viele Jahre mit der Errungenschaft Offener Bücherschränke. „Sie verschönern nicht nur fast jedes Stadtbild“, sagt die Wahlkölnerin, „sondern ich bin davon überzeugt, dass sie sich zu einem echten Kulturgut entwickeln.“ E.T., wie die freie Journalistin und Moderatorin gern genannt wird, schreibt seit 2014 einen Blog für #volldasguteLeben, in dem sie das, was unser Leben positiv gestaltet, fokussiert. Zuvor hat sie in München ein Startup mitgegründet. Die Teenager-Mutter war früher auch in der politischen Kommunikation zuhause, u.a. bei der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Prof. Dr. Vanessa Borkmann

Beiratsmitglied

© Deniz Saylan Photographer

Dr.- Ing. Vanessa Borkmann ist Professorin für Tourismus mit Schwerpunkt Hotel Management sowie Forschungsdirektorin am Fraunhofer IAO. Dort leitet sie den Forschungsbereich Urban Systems Engineering mit rund 75 Mitarbeitenden und verantwortet wegweisende Projekte zur nachhaltigen Entwicklung urbaner Systeme, insbesondere an der Schnittstelle von Stadt, Immobilien, Tourismus und Gastgewerbe. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit praxisnaher Innovations-, Transformations- und Zukunftsforschung. Als ausgewiesene Expertin für strategische Vorausschau und interdisziplinäre Zusammenarbeit bringt sie wertvolle Impulse für zukunftsfähige Räume und Organisationen ein.

Vivian Breucker

Beiratsmitglied

Vivian Breucker gestaltet Bildungs- und Arbeitsräume, in denen Menschen ihr Potenzial entfalten können. In ihren Rollen als pädagogische Sprecherin des Bildungscampus OSK Offene Schule Köln gGmbH und Direktorin des OSK innovationlab, begleitet sie Schulen und Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Teilhabe, Diversität und Selbstwirksamkeit. In ihrer Arbeit verbindet sie pädagogische Führung mit einem klaren Wertekompass: Transparenz, Vertrauen sowie eine lösungsorientierte Zusammenarbeit sind für sie Grundlagen guter Bildung. Vivian Breucker teilt die Vision, dass Bücherschränke im öffentlichen Raum zu Kulturtreffpunkten entwickelt werden können. Deshalb ist sie im Beirat, um dort gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen auch an diesen neuen Orten durch Kultur ein Klima von Sicherheit, Solidarität und gegenseitiger Achtung zu schaffen. 

Martin Brüning

Beiratsmitglied

Martin Brüning arbeitet als selbstständiger Berater für Kommunikation und Public Relations Management. Er ist unter anderem Senior Advisor und Mitglied des Advisory Councils von 365 Sherpas – Corporate Affairs & Policy Advice, Berlin. Außerdem ist er Netzwerkpartner von Cambiare – Communication & Change, Köln, und bei FAMILIENBANDE, Beratungsnetzwerk für Kommunikation, Marketing und Marke, Hamburg.

Dr. Asmaa El Idrissi

Beiratsmitglied

Dr. Asmaa El Idrissi ist promovierte Juristin und Expertin für Antidiskriminierung, DEI und Menschenrechte. Als Strategieberaterin und Speakerin unterstützt sie Unternehmen und Organisationen dabei, diskriminierungssensible Strukturen zu schaffen und gesellschaftlichen Wandel aktiv zu gestalten. Zudem lehrt sie an der Hochschule Bochum Managing Diversity, Rassismuskritik und transkulturelle Teamführung und ist Mitgründerin und Vorstandsmitglied bei Roots against Racism.

Ralf-Stefan Golinski

Gründungsbeirat

Ralf Golinski ist Publizist und Brückenbauer in der digitalen Transformation des Bauwesens. Von Hause aus ist er Kommunikations-wissenschaftler und Politologe: „Lesen- und Schreiben können sind die Kulturtechniken, die zur Voraussetzung für die Aufklärung wurden. Daraus erwuchs das Fundament für freiheitliches Denken und die Grundlage für ein demokratisches Miteinander.“

Als Botschafter für die Begegnung der Kulturtechniken unterstützt Ralf Golinski die Mission des Stifters Hans-Jürgen Greve. 

Prof. Dr.-Ing.
Ulrich Knaack

Beiratsmitglied

Ulrich Knaack studierte Architektur an der RWTH Aachen, wo er 1993 sein Diplom und 1998 seine Promotion zum Thema „Konstruktiver Glasbau“ abschloss. Nach seiner Tätigkeit als Architekt und Hochschullehrer wurde er Professor für „Design und Construction“ an der TU Delft und Professor für Fassadentechnik an der TU Darmstadt. Seine Forschung konzentriert sich auf innovative Baukonstruktionen und Fassadentechnologien. Zudem ist er Mitbegründer des Fassadenplanungsbüros imagine envelope b.v.

Alain Missala

Beiratsmitglied

Alain Missala ist Vater, Sozialunternehmer und Ashoka Fellow, der sich für Repräsentation, frühe Leseförderung und die Stärkung von Familien in Deutschland einsetzt. Er ist Gründer & CEO von Black Dads Germany, der ersten bundesweiten Community für Schwarze Väter, sowie Gründer & CEO von ZULA Tribe, einem kreativen Leseförderungs-Ökosystem, das Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte durch kulturell verankertes Storytelling und digitale Werkzeuge unterstützt. Als Mitgründer & Geschäftsführer von ZULA Kids gestaltet er freudvolle, kulturell vielfältige Lernräume für Kinder. Außerdem ist er Host des „Black Dads Diaries“ Podcasts, einer Plattform, die die Lebensrealitäten, Geschichten und Weisheiten Schwarzer Väter in Deutschland sichtbar macht. Seine Arbeit verbindet Community-Aufbau, Lesekompetenz, kulturelle Bildung und systemischen Wandel.

"Kultur für alle, von allen – überall!"

Offene Bücherschränke im Öffentlichen Raum – stabil, wartungsarm und optisch filigran – werten sie den städtischen Raum auf und mehr: Sie definieren neue Treffpunkte, schon heute in 56 Städten, bereits jetzt bundesweit an 1.346 Plätzen (Stand Herbst 2025).

Dadurch sind einzigartige Räume der Begegnung entstanden, Orte des intensiven Austauschs und klare Zeichen für eine lebendige, offene Stadtgesellschaft.
Als erste Säule bereichern und fördern sie unsere demokratische Kultur.
Die zweite Säule des neuen Systems ist das Ehrenamt, die Bereitschaft der Bürger, sich ohne eine Bedingung für unsere Gemeinschaft einzubringen. Denn das ausgeprägte Engagement unserer Mitmenschen hat mit der Aufgabe zur Pflege der Bücherschränke einen neuen Zulauf im Bereich der Kultur bekommen.

Bücher bringen uns zusammen

In Zusammenhang mit den Büchern, die uns Menschen zusammenbringen, beobachten wir eine besondere Art der Bereitschaft: die intrinsische Motivation. Die aktiven Bürger sehen sich in ihrem Tun auf eine besondere Art mit den Büchern verbunden.
Der Beirat der Stiftung Neuer Raum tritt ein für eine Kultur, die für alle und von allen gemacht ist. Das ist die dritte Säule des Systems.

Unsere Gesellschaft ist im Wandel, vielschichtig und dynamisch. Was sie heute mehr denn je benötigt, sind Mut, Humanität und Zusammenhalt. Es gilt, unsere eigene Kultur zu vitalisieren und andere zum Mitmachen anzuregen. Wir brauchen eine Kulturelle Bildung, die jeden einzelnen angeht. Wir sind davon überzeugt: Wenn wir unsere eigene Kultur spürbar in uns entdecken und mutig entwickeln, können wir gemeinsam die Welt verändern. Auch das ist gelebte Demokratie, die so wichtig ist für unsere Freiheit.

Mit dem demokratischen Prinzip des Bücherschrank-Systems hat die Freiheit einen Anker im öffentlichen Raum bekommen.

Deshalb unterstützt der Beirat den Stifter Hans-Jürgen Greve dabei, das System Bücherschränke zu verbreiten. Als Botschafter und Scouts für neue Räume der Begegnung tragen seine Mitglieder das System zu weiteren Plätzen in unseren Innenstädten und hinein ins Land. Mit ihrer Erfahrung und Kompetenz, ihrem Einfluss und Netzwerk helfen sie, die Offenen Bücherschränke als Symbol für das demokratische Prinzip zu verankern: mit einer „Kultur für alle, von allen – überall“.

Einmal im Jahr lobt die Stiftung neuer Raum den „BOKX-Bücherschrankpreis“ aus. Diese sollen im Rahmen eines offenen fachöffentlichen Events durch die Mitglieder des Beirats als Jury verliehen werden.